Unter der so genannten Homeoffice-Pauschale versteht man das Recht des Arbeitnehmers und des Selbstständigen, das Homeoffice pauschal geltend zu machen. Dies gilt unabhängig vom Vorliegen eines separaten Arbeitszimmers für die häusliche Arbeitstätigkeit. Hier können Steuerzahler bis zu 600,00 Euro im Jahr steuerlich geltend machen. 

Was ist die Homeoffice-Pauschale?

Arbeitnehmer, die während der Pandemie von zu Hause aus arbeiten, können pauschal 5,00 Euro am Tag steuerlich geltend machen. Dies gilt unabhängig davon, ob sie im Arbeitszimmer, am Küchentisch oder auf dem Sofa arbeiten. Maßgeblich ist nur, dass die gesamte betriebliche oder berufliche Tätigkeit in den häuslichen Bereich verlagert wurde.

Gesamte betriebliche Tätigkeit bedeutet in dem Zusammenhang, dass der Arbeitnehmer an den relevanten Tagen ausschließlich von zu Hause aus gearbeitet hat.  Teilweises zu Hause bleiben gilt also nicht. 

Nicht zu verachten ist, dass auch Telefon- und Internetkosten bis zu 20% abgesetzt werden können. Dies ist allerdings begrenzt auf 20,00 Euro im Monat. Darüberhinausgehende Kosten müssen nachgewiesen werden – Name des Gesprächspartners, dessen Telefonnummer und Grund des Telefonats. 

Begrenzung auf 600,00 Euro im Jahr

Die steuerliche Pauschale ist auf jährlich 120 Tage begrenzt, beträgt also maximal 600,00 Euro im Jahr. Wer darüber hinaus wegen Corona zu Hause bleibt und kein eigenes Arbeitszimmer hat, kann sich dies nach aktueller Gesetzeslage nicht mehr anrechnen lassen. 

Voraussetzungen, um zu profitieren

Um die „Homeoffice-Pauschale“ geltend zu machen bedarf es keiner besonderen Nachweise. Es empfiehlt sich aber in Hinblick auf zukünftige Entwicklungen dieser Thematik eine Bestätigung vom Arbeitgeber einzuholen. In der Arbeitgeberbescheinigung Homeoffice sollte stehen, in welchem Umfang Sie von zuhause aus gearbeitet haben. Es ist nicht ausgeschlossen, dass das zuständige Finanzamt im Einzelfall entsprechende Nachweise einfordert. 

Die Pauschale kann für die Steuerjahre 2020 und 2021 geltend gemacht werden. Für die Folgejahre stehen Entscheidungen noch aus. Der Gesetzgeber geht davon aus, dass in den Folgejahren die COVID 19 bedingten Einschränkungen für Arbeitnehmer ausgeräumt sind. Ob es zu einer Verlängerung der Steuererleichterung kommt, hängt daher wohl von der Entwicklung der Pandemie ab. 

Außerdem müssen die Werbungskosten mehr als 1.000,00 Euro betragen. Es lohnt sich daher, Bürostuhl und Laptop abzusetzen. Betragen die Werbungskosten weniger als 1.000,00 Euro, verpufft die Homeoffice-Pauschale.

Angabe in der Steuererklärung

Die Homeoffice-Pauschale ist innerhalb der Werbungskosten in der Steuererklärung anzugeben. Unter Werbungskosten versteht man alle Kosten, die dem Arbeitnehmer für Ausgaben im Zusammenhang mit seiner Tätigkeit anfallen. So Arbeitskleidung, Büromaterial, Weiterbildungen oder andere tätigkeitsbezogene Ausgaben. Werbungskosten können in Höhe von bis zu 1.000,00 Euro jährlich steuerlich geltend gemacht werden. 

Homeoffice- und Pendlerpauschale

Selbstverständlich schließen sich Homeoffice- und Pendlerpauschale gegenseitig aus. Die Kosten des Homeoffices können nur geltend gemacht werden, wenn der Arbeitnehmer nicht im Büro oder beim Kunden ist und daher auch keine Kosten dafür auf sich nimmt. Dies ist indes auf die jeweiligen Tage, in denen das eine oder das andere zutrifft, zu berechnen.